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Second Life ist die letzte Bastion des 20. Jahrhunderts

Mario Sixtus (via Basic Thinking):

Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig „im Internet“, wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus.

Recht hat er. Das Biotop LindenLab muss sich noch weiter öffnen. So wie heute jeder einen Webserver betreiben kann, muss jeder Interessierte einen „Metaverse-Server“ betreiben können. Die Simulatoren werden dann nicht mehr Namen wie Kaufrausch oder Amsterdam tragen, sondern sl.Kaufrausch.de oder grid.Stefan.Waidele.info und werden über normale DNS-Server aufgelöst werden.

Nur so sind die Probleme mit dem Lag und vielem mehr zu lösen. Integriert das Metaverse endlich in das Internet!

Allerdings bezweifle ich, dass dies wirklich Mario Sixtus‘ letzten Worte zu Second Life waren. Auch wenn die Firma und das Produkt sich verändern werden. Auch wenn es am ende vielleicht sogar eine andere Online-Welt sein wird: So etwas wie Second Life wird die Zukunt des Internet werden. Auch BTX, Compuserve und AOL waren nicht die „ultimative Datenautobahn“. Aber sie waren kommerzielle Vorläufer des Internets. Dieses existierte zwar schon, brauchte aber noch ein wenig mehr Zeit um massentauglich zu werden. Aber wir werden sehen…

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