Meine virtuelle Presse

Linksammlung: Responsive Webdesign aka RWD

Fluid war sch…lecht. Haben zumindest die Designer gesagt. Und manchmal habe ich ihnen geglaubt. Aber nur manchmal. Meistens waren meine liebsten Maßangaben in Prozent.

Aber jetzt ist Responsive Web Design total en vogue – sogar Designer sind begeistert. Klar, denn jetzt haben sie die Möglichkeit für eine Website nicht nur ein festes Layout zu definieren, sondern gleich beliebig viele! Und vor lauter Begeisterung macht es auch nichts, wenn diese Designs dann Fluid oder Liquid sind 🙂

Beim mTourismuscamp letzte Woche in Hannover gab es selbstverständlich auch eine Session zum Thema RWD. Hierbei habe ich mich zwischenzeitlich zurück zum ersten Tourismuscamp zurückversetzt. Damals (also 2008) wurde diskutiert, ob man dieses Social Media / Facebook tatsächlich braucht, oder ob das nicht von alleine wieder weggeht. Das bringt doch so viel Unsicherheit in die heile Welt. So viele offene Fragen, so viel Kontrollverlust.

Und tatsächlich: Das was Social Media für die Unternehmenskommunikation ist, das ist Responsive fürs Webdesign: Kontrollverlust. Offene Fragen. Neue Probleme. Schwer abgrenzbare Prozesse anstatt anschaulicher Projekte. Aber eben auch extreme Kundenorientierung und ein ganzer Strauß von neuen Möglichkeiten.

Im Gegensatz zu SM lässt sich RWD mehr auslagern – aber nie ganz. Denn die Entscheidung, welche Inhalte auf kleinen Bildschirmen wichtig und auf Großen nützlich sind, das kann keine Web-Agentur für den Anbieter entscheiden. Somit wird die Welt für die Anbieter von Informationen und Leistungen wieder ein Stück facettenreicher. Es läuft wohl wie bei neuen Diensten im Social Web darauf hinaus: Man muss nicht alles (selbst) machen, aber man sollte das meiste so weit ausprobieren, dass man eine kompetente Entscheidung treffen kann.

So, und hier die versprochenen Links:

Ein weiterer Aspekt ist das Zusammenwachsen von Responsive Design und Personalisierung:

Im touristischen Umfeld ist z.B. eine Unterscheidung „Vor Ort“ vs. „Anreise“ vs. „Inspiration“ sowie „Besucher“ vs. „Einwohner“ denkbar. Dass dies vom System nicht immer eindeutig unterschieden werden kann ist klar. Allerdings weiß z.B. ein Reiseveranstalter wann die Kunden im Urlaub sind und könnte eingeloggten Web-Besuchern entsprechend relevante Inhalte präsentieren. (Vor der Reise: Routenplanung zum Flughafen, Checklisten, Inspiration; Wärend der Reise dann Sprachführer oder Last-Minute Ausflugbuchungen).

Oder wie Eric Horster herausgefunden hat:

 

Es ist an der Zeit, dass wir responsive Webdesign neu definieren! Responsive muss bedeuten, dass der Nutzer die Informationen, die er zum jeweiligen Zeitpunkt am entsprechenden Ort und im individuellen Nutzungskontext bekommt. Man mag mich lügen Strafen, aber alle Entwicklungen von Google bzw. Google Now gehen genau in diese Richtung. Die perfekte Vorbereitung auf ein Zwitalter omnipräsenter mobile Devices. Outernet here comes your application 😉

Wobei Google mit dem Durchwühlen der Inbox die Grenze zwischen „Personalisierung“ und „Überwachung“ deutlich macht (IMO deutlich überschreitet, aber das ist ja immer eine Frage des empfundenen Mehrwerts).

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